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Rezension: Trusting You von Bianca Iosivoni

Klappentext

Ihre Zusammenarbeit ist ein gefährlicher Balanceakt – und der Abgrund wartet schon. Nach ihrer Versetzung zu der Spezialeinheit HUNTERS in Seattle trifft die ehemalige Delta-Force-Soldatin Lexie Ryder unverhofft auf den leider ebenso arroganten wie attraktiven Aiden Morgan. Ihre gemeinsame Mission vor ein paar Jahren endete in einer Katastrophe, woran sich Lexie bis heute die Schuld gibt. Zu allem Überfluss sollen die beiden nun als Partner zusammenarbeiten, was nicht nur für hitzige Auseinandersetzungen, sondern auch für jede Menge Funkensprühen zwischen ihnen sorgt. Als die Mitglieder von Aidens ehemaligem Team einer nach dem anderen ermordet werden, sind sie gezwungen, einander zu vertrauen. Denn nun geht es um Leben und Tod…



Mit Hunters, Trusting You kehrt Bianca Iosivoni wieder in ihr Hunters Universum zurück. Nachdem ich bereits einige Zeit auf die Geschichte von Aidan und Lexi gespannt war, wollte ich natürlich wissen, was hinter den beiden steckt und wie ihre gemeinsame Vergangenheit ihre Geschichte beeinflusst.

Und genau diese Vergangenheit spielt eine ziemlich wichtige Rolle. Denn Aidan und Lexi begegnen sich nicht zum ersten Mal. Zwischen ihnen ist bereits einiges passiert und besonders gut ist diese gemeinsame Vergangenheit nicht ausgegangen. Beide tragen ihre eigenen Verletzungen mit sich herum und keiner von ihnen scheint besonders gut darin zu sein, offen über die eigenen Schwächen zu sprechen.

Für mich war genau diese Dynamik einer der Punkte, die die Geschichte interessant gemacht haben.

Zurück im Hunters Universum

Ich mag es grundsätzlich sehr gerne, wenn eine Reihe ein Universum immer weiter ausbaut und man mit jedem neuen Band noch ein bisschen mehr davon kennenlernt. Bei Hunters, Trusting You hatte ich genau dieses Gefühl.

Obwohl die Geschichte natürlich ihren eigenen Fokus auf Aidan und Lexi legt, bekommt man gleichzeitig wieder mehr von der Welt der Hunters zu sehen. Besonders die Arbeit und die Aufträge der Hunters fand ich dabei spannend.

Man bekommt einen besseren Eindruck davon, was hinter dieser Arbeit steckt und wie die Hunters überhaupt agieren. Für mich waren diese Einblicke eine schöne Ergänzung zur eigentlichen Liebesgeschichte, weil dadurch das Universum selbst weiter ausgebaut wird.

Ich hatte außerdem nicht das Gefühl, dass ich lange brauche, um wieder in die Geschichte hineinzukommen. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder mittendrin.

Aidan und Lexi haben eine komplizierte Vergangenheit

Aidan und Lexi sind definitiv kein Paar, bei dem alles von Anfang an unkompliziert läuft. Die beiden kennen sich bereits und ihre gemeinsame Vergangenheit hat Spuren hinterlassen. Gleichzeitig sind beide ziemlich stur. Niemand möchte sich gerne die eigenen Schwächen eingestehen und schon gar nicht vor dem jeweils anderen.

Dadurch entsteht eine Dynamik, die mir wirklich gut gefallen hat.

Gerade weil beide ihre eigenen Mauern aufgebaut haben, fühlt sich die Beziehung zwischen ihnen nicht einfach an. Es gibt unausgesprochene Dinge und natürlich steht immer die Frage im Raum, ob man dem anderen wirklich wieder vertrauen kann.

Der Titel Hunters, Trusting You passt deshalb für mich auch sehr gut zur Geschichte. Vertrauen spielt zwischen den beiden eine wichtige Rolle und genau das macht ihre Beziehung interessant.

Die Tension zwischen Aidan und Lexi

Was bei mir definitiv funktioniert hat, war die Tension zwischen den beiden. Man merkt ziemlich schnell, dass zwischen Aidan und Lexi noch etwas ist. Gleichzeitig stehen ihnen ihre Vergangenheit und ihre eigenen Sturheiten im Weg.

Ich mochte dieses Hin und Her und vor allem das Gefühl, dass beide eigentlich mehr empfinden, als sie sich eingestehen wollen.

Für mich war die Geschichte zwischen den beiden deshalb auch einer der stärksten Punkte des Buches. Ich wollte wissen, wie sie mit ihrer Vergangenheit umgehen und ob sie es schaffen, ihre gegenseitigen Schutzmauern irgendwann fallen zu lassen.

Gerade bei Romance Geschichten ist die Chemie zwischen den Charakteren für mich entscheidend und hier war sie definitiv vorhanden.

Spannung statt langer Anlaufphase

Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war das Tempo der Geschichte.

Ich war direkt wieder im Hunters Universum und die Handlung konnte mich schnell mitnehmen. Es gab für mich keine lange Phase, in der ich erst einmal darauf warten musste, dass die Geschichte interessant wird.

Stattdessen war direkt Spannung vorhanden und ich wollte wissen, wie sich die Geschichte zwischen Aidan und Lexi weiterentwickelt.

Das hat auch dazu geführt, dass ich ziemlich schnell gelesen habe. Ich bin regelrecht durch die Zeilen geflogen, was für mich immer ein gutes Zeichen ist. Wenn ich beim Lesen ständig denke, dass ich eigentlich nur noch ein Kapitel lesen möchte und plötzlich deutlich weiter bin, funktioniert ein Buch für mich meistens ziemlich gut.

Der Schreibstil von Bianca Iosivoni

Auch beim Schreibstil konnte Bianca Iosivoni mich wieder überzeugen. Ich empfand die Geschichte als sehr flüssig und angenehm zu lesen. Gerade weil ich schnell wieder in der Handlung angekommen bin, konnte ich mich gut auf Aidan und Lexi konzentrieren und musste mich nicht erst wieder in das Universum einarbeiten.

Der Schreibstil hat für mich dazu beigetragen, dass das Buch ein richtiger Pageturner war. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich mich durch die Geschichte kämpfen musste.

Das ist für mich gerade bei Reihen ein wichtiger Punkt. Wenn ich mehrere Bücher aus einem Universum lese, möchte ich nicht jedes Mal das Gefühl haben, wieder bei null anzufangen. Bei Hunters, Trusting You war das für mich nicht der Fall.

Was mir etwas gefehlt hat

So gut mir das Buch insgesamt gefallen hat, ganz rund war es für mich trotzdem nicht. Mir hat an einigen Stellen etwas Tiefe gefehlt.

Gerade bei Aidan und Lexi hätte ich mir teilweise gewünscht, noch etwas mehr in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen zu können. Ihre gemeinsame Vergangenheit bietet eigentlich sehr viel Potenzial und ich hätte mir an manchen Stellen gewünscht, dass bestimmte Aspekte noch etwas ausführlicher behandelt werden.

Auch bei der Entwicklung zwischen den beiden hätte ich mir teilweise etwas mehr Raum gewünscht.

Das bedeutet nicht, dass ich ihre Geschichte nicht mochte. Im Gegenteil. Ich fand ihre Dynamik richtig gut. Ich glaube nur, dass aus einigen Situationen noch mehr hätte herausgeholt werden können.

Das Ende kam für mich zu schnell

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt war für mich das Ende. Ich hatte beim Lesen irgendwann das Gefühl, dass es plötzlich ziemlich schnell ging. Nachdem ich so gut in der Geschichte drin war, hätte ich mir am Ende gerne noch etwas mehr Zeit gewünscht.

Gerade weil mir Aidan und Lexi als Paar gut gefallen haben, hätte ich ihre Entwicklung gerne noch ein Stück länger begleitet. Das Ende hat für mich deshalb ein bisschen zu schnell auf die Zielgerade eingebogen.

Mein Fazit zu Hunters, Trusting You

Insgesamt hatte ich mit Hunters, Trusting You aber definitiv eine gute Zeit.

Ich habe mich sehr darauf gefreut, wieder in das Hunters Universum zurückzukehren, und wurde dabei nicht enttäuscht. Besonders Aidan und Lexi haben mir mit ihrer komplizierten Vergangenheit und ihrer starken Tension gefallen.

Dazu kommt der flüssige Schreibstil von Bianca Iosivoni, durch den ich schnell wieder in der Geschichte angekommen bin und regelrecht durch die Seiten geflogen bin.

Besonders schön fand ich auch die zusätzlichen Einblicke in die Hunters. Man bekommt ein besseres Gefühl für ihre Arbeit und die Aufträge und lernt dadurch das Universum noch etwas besser kennen.

Wenn ich mir für das Buch etwas wünschen dürfte, wäre es vor allem mehr Tiefe. Gerade bei den Charakteren und ihrer gemeinsamen Vergangenheit hätte für mich noch etwas mehr herausgeholt werden können. Auch das Ende hätte für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein dürfen.

Trotzdem überwiegt für mich ganz klar das Positive. Die Geschichte war spannend, die Dynamik zwischen Aidan und Lexi hat funktioniert und ich hatte wieder richtig Spaß im Hunters Universum.

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libriamooore
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