Rezension: Wicked Shadow von Bianca Mov
Blair glaubt, ihre kriminelle Vergangenheit als Mitglied eines berüchtigten Hacker-Rings hinter sich gelassen zu haben, bis eine anonyme Nachricht ihr neues Leben auf den Kopf stellt. Der Absender kennt ihre dunkelsten Geheimnisse und spielt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel mit ihr. Sie will unbedingt herausfinden, wer der Stalker ist. Doch schon bald muss sie sich eingestehen, dass er sie fasziniert. Sie genießt sein Spiel sogar, er zieht sie in seinen Bann! Während sie mit aller Kraft versucht, sich gegen diese Gefühle zu wehren, entgeht ihr, dass jemand noch Schlimmeres sie beobachtet…
Lohnt sich Wicked Shadow von Bianca Mov?
Mit Wicked Shadow schließt Bianca Mov ihre Reihe ab. Nachdem mich die vorherigen Bände gut unterhalten konnten, war ich natürlich gespannt, wie die Geschichte ihren Abschluss finden würde.
Mein Fazit vorweg: Es ist ein schöner Abschluss, allerdings auch der Band, der mich innerhalb der Reihe am wenigsten überzeugen konnte.
Ich bin sehr schnell wieder in die Geschichte hineingekommen. Der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass man direkt wieder mitten im Geschehen ist und problemlos weiterlesen kann.
Bianca Mov schafft es erneut, eine angenehme Atmosphäre zu erschaffen, sodass die Seiten nur so vorbeifliegen.
Double POV und Zeitsprünge als großes Highlight
Besonders gefallen hat mir die Double POV. Ich mag es generell sehr, beide Hauptfiguren besser kennenzulernen und ihre Gedanken zu verfolgen.
Auch die Zeitsprünge haben für mich hervorragend funktioniert. Sie lockern die Handlung auf und sorgen dafür, dass nach und nach immer mehr Zusammenhänge deutlich werden.
Ein kleines Highlight waren außerdem die alten Chats, die immer wieder zwischen den Kapiteln auftauchen. Solche Elemente machen Geschichten für mich oft noch lebendiger.
Die Dynamik zwischen Lev und Blair hat mir richtig gut gefallen.
Zwischen den beiden ist von Anfang an eine spürbare Spannung vorhanden, die sich durch das gesamte Buch zieht. Gerade ihre gemeinsamen Szenen haben die Geschichte für mich getragen und dafür gesorgt, dass ich weiterlesen wollte.
Das zentrale Thema Hacking spielt in diesem Band eine noch größere Rolle als zuvor.
Grundsätzlich fand ich das spannend und passend zur Geschichte. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass dadurch die Charakterentwicklung etwas in den Hintergrund gerückt ist.
Ich hätte gerne noch mehr Zeit mit Lev und Blair verbracht und ihre persönliche Entwicklung intensiver erlebt. Gerade emotional blieb für mich deshalb noch etwas Potenzial liegen.
Wicked Shadow ist ein gelungener Abschluss der Reihe und überzeugt erneut mit einem flüssigen Schreibstil, einer spannenden Dynamik zwischen den Hauptfiguren und kreativen Stilmitteln wie den Chats und Zeitsprüngen.
Trotzdem bleibt der Band für mich etwas hinter seinen Vorgängern zurück. Vor allem die fehlende Charakterentwicklung hat dazu geführt, dass mich die Geschichte nicht ganz so emotional erreichen konnte.
Wer die Reihe bisher mochte, sollte den Abschluss auf jeden Fall lesen. Für mich ist es allerdings kein Band, den ich unbedingt noch einmal lesen müsste.

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