Rezension: In the likely Event von Rebecca Yarros
Ist es eine zweite Chance, wenn es nie eine erste gab?
Als Izzy Astor 2011 in ein Flugzeug steigt, rechnet sie höchstens mit ihrer üblichen Flugangst, aber ganz bestimmt nicht mit Nate Phelan: dunkelhaarig, mit strahlend blauen Augen, charmant und irgendwie genau der Mensch, den sie nie gesucht hat. Zwischen ihnen entsteht sofort eine tiefe Verbindung. Doch kurz nach dem Start stürzt das Flugzeug in den Missouri River.
Ihre Leben verändern sich. Sie verändern sich. Nate macht Karriere beim Militär, Izzy verfolgt ihren eigenen Weg als Juristin. Trotz der Entfernung verlieren sie nie den Kontakt, aber das Timing scheint nie zu stimmen. Sind sie trotz ihrer schicksalhaften Verbindung vielleicht doch nicht füreinander bestimmt?
2021 begegnen sie sich erneut – mitten in einem Kriegsgebiet, wo Nate am allerwenigsten mit Izzy gerechnet hätte. Während Izzy in dem zerfallenden Land auf geheimer Mission unterwegs ist, soll Nate ihr Leben schützen. Am liebsten wüsste er Izzy natürlich im nächsten Flieger nach Hause, aber er wird alles tun, damit sie so sicher wie möglich ist. Gibt das Schicksal ihnen eine letzte Chance?
Mit In the Likely Event liefert Rebecca Yarros eine emotionale Romance Geschichte, die auf zwei Zeitebenen erzählt wird und den Fokus stark auf die Vergangenheit der Protagonisten legt.
Besonders gefallen hat mir der Einstieg aus der Sicht von Nathaniel. Das war für mich sehr erfrischend und hat direkt Interesse geweckt. Die Geschichte dreht sich um Izzy und Nathaniel, deren Beziehung durch verschiedene Ereignisse geprägt wurde.
Die Rückblicke über zehn Jahre hinweg sind für mich der stärkste Teil des Buches. Sie sorgen für Tiefe, Emotionen und ein besseres Verständnis der Figuren. Gerade hier hatte ich mehrfach das Gefühl, dass etwas sehr Trauriges bevorsteht, was die Spannung zusätzlich erhöht hat.
Ein Punkt, der mich emotional sehr aufgeregt hat, war das Verhalten von Izzys Eltern. In einer extrem schwierigen Situation für ihre Tochter fehlte mir hier jegliche Unterstützung, was mich sehr berührt und wütend gemacht hat.
Die Gegenwartshandlung spielt sich innerhalb von elf Tagen ab und wirkt im Vergleich etwas zurückhaltender. Zwar gibt es spannende und emotionale Momente, dennoch fehlte mir zwischen Izzy und Nathaniel das gewisse Knistern. Die Beziehung war für mich eher ruhig als leidenschaftlich.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr angenehm, bildlich und flüssig. Man fliegt durch die Seiten und kann sich die Szenen gut vorstellen.
Das Ende bringt noch einmal einen emotionalen Moment, der mich sehr berührt hat und dem Buch einen runden Abschluss gibt.
Insgesamt ist In the Likely Event ein gefühlvolles Romance Buch mit starken Rückblicken und emotionaler Tiefe, dem jedoch etwas mehr romantisches Feuer gutgetan hätte.
Tropes
Dual Timelines
Fated Mates
Forced Proximity
Military Setting
Second Chance

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